Ski-Alpin: Nebel als Spielverderber

Die Ski-Fahrerin Eva Maria Dünser fährt durch zwei Torstangen. Hinter ihr sieht man ein kleines Häuschen im dichten Nebel verschwinden.
Eva Maria Dünser kämpft sich durch den dichten Nebel. © SV Arzl

Am Wochenende trafen sich über 120 begeisterte Athletinnen und -Athleten mit Behinderung zum Ski Austrian Cup am Hochzeiger im Pitztal. Es war alles für ein großartiges Sportevent angerichtet, einzig das Wetter wollte nicht mitspielen.

Absage des Super-G

"Nebel, Nebel, Nebel ... und warten", so beschreibt Paula Grameiser-Scherl vom Kompetenzgremium Mentalbehindertensport das Wochenende beim Para Alpine World Cup in Tirol. 121 Rennläuferinnen und Rennläufer mit unterschiedlichen Behinderungen aus der ganzen Welt reisten nach Tirol – von China bis Neuseeland. Ursprünglich waren drei Rennen geplant: Super-G, Riesenslalom und Slalom.

Am Donnerstag hatten die Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, ein Training zu absolvieren und die Piste zu besichtigen: "Schon am ersten Tag waren die Verhältnisse aufgrund des dichten Nebels äußerst schwierig. Dennoch war es wichtig, sich mit der Piste vertraut zu machen. Zudem nutzten wir die Zeit für die Anprobe der Anoraks und Skihosen der Familie Schöffel für die neuen Skianzüge der kommenden Saison", erzählt Grameiser-Scherl.

Am Freitag hätte mit dem Super-G das erste Rennen über die Bühne gehen sollen. Immer wieder mussten die Veranstalter die Startzeit verschieben, doch der dichte Nebel wollte sich nicht lichten. Um die Mittagszeit stand fest, dass das Rennen nicht stattfinden kann.

In der Wartezeit hieß es stets aufgewärmt zu bleiben © ÖBSV KG-M
Elina Stary mit Guide Josefa Arnold war bei den Damen mit Sehbehinderung eine Klasse für sich. © SV Arzl

Riesenslalom als einziger Bewerb

Auch am Samstag waren die Wetterverhältnisse alles andere als ideal, dennoch konnten die Athletinnen und Athleten wie geplant den ersten Durchgang des Riesenslaloms in Angriff nehmen. Während des zweiten Durchgangs verdichteten sich erneut die Nebelschwaden. Die Damen konnten ihren Bewerb noch zu Ende bringen, doch bei den Herren musste das Rennen erneut abgebrochen werden, sodass nur das Ergebnis des ersten Durchgangs gewertet wurde.

Bei den Athletinnen mit Sehbehinderung setzte sich die WM-Silbermedaillengewinnerin Elina Stary mit Guide Josefa Arnold souverän durch. Bei den Herren feierte Österreich in Form von Michael Scharnagl mit Guide Hannes Angerer vor Michael Tumfart mit Guide Tobias Tumfart einen Doppelsieg.

In der Kategorie der Athletinnen mit Down-Syndrom siegte Weltmeisterin Anna-Sophie Friedl vor Stephi Schlömmer und Elena Grabner. Bei den Herren war Michael Konrad an diesem Tag eine Klasse für sich. Der Tiroler verwies Richard Strohhäusl und Lukas Moser auf die Plätze zwei und drei.

Bei den Damen mit mentaler Behinderung fuhr Weltmeisterin Eva-Maria Dünser in beiden Durchgängen Bestzeit. Die Kärntnerin Julia Pleikner folgte ihr knapp auf Platz zwei, Stephanie Kogler belegte Platz drei.

Bei den Herren mit mentaler Behinderung war Christian Öllinger konkurrenzlos. Der Oberösterreicher legte mit einer Zeit von 1:11,00 eine solide Leistung auf die Piste.

Und täglich grüße das Murmeltier

Am Sonntag zum Leidwesen aller Sportlerinnen und Sportler ein ähnliches Bild: Auch während des Slaloms machte der Nebel dem Bewerb einen Strich durch die Rechnung. Bei Startnummer 43 musste das Organisationsteam erneut unter- und schlussendlich wieder abbrechen. 

Mit einem statt drei Rennen war das Wochenende für alle Beteiligten eine große Enttäuschung, vor allem weil das Organisationsteam alles gab, um ein erfolgreiches Rennevent auf die Beine zu stellen. „Ein Herzliches Dankeschön an die Hochzeiger Bergbahnen und an den SV Arzl für die tolle Organisation, fürs Wetter kann niemand was“, so Paula Gramieser-Scherl abschließend. 

Alle Ergebnisse findet ihr HIER.

Auch sitzend wurden die Tore gekonnt umkurvt. © SV Arzl
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