Wie das Amen im Gebet konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der internationalen VIRTUS Open in Kitzbühel auch am letzten Wettkampftag auf Kaiserwetter und beste Rennverhältnisse verlassen. Der Kitzbüheler Ski Club hat einmal mehr die Piste in Bestzustand gebracht. Auch ein wenig Neuschnee in der Nacht änderte an diesem Zustand nichts. Pünktlich zur Streckenbesichtigung waren die Slalomstangen tief im Schnee versenkt. Team Austria präsentierte sich schon frühmorgens bestens gelaunt und trotz ausschweifender Siegerehrung am Vortag gut erholt. Auch die anderen sieben Nationen hatten den Vorabend gut weggesteckt, und einem spannenden letzten Wettbewerb stand damit nichts mehr im Wege. Um Punkt 9:45 Uhr katapultierte sich die erste Fahrerin aus dem Starthaus. Der Kurs verlangte den Athletinnen und Athleten in beiden Durchgängen alles ab – die richtige Mischung aus Technik, Rhythmus, Sicherheit, aber auch Attacke war der Schlüssel zum Erfolg. Stichwort Erfolg: Team Austria machte dort weiter, wo es am Donnerstag aufgehört hatte. Die Damen und Herren in den rot-schwarzen Rennanzügen ließen der Konkurrenz wenig Raum für Fehler. Bei den Herren mit Downsyndrom vollendete Markus Grameiser mit Gold seine Medaillensammlung, nachdem er in Kitzbühel bereits Bronze und Silber geholt hatte. Vortagssieger Michael Konrad landete mit dem dritten Platz ebenfalls am Stockerl. Bei den Damen mit Downsyndrom war das Podest zur Gänze in rot-weiß-roter Hand. Anna-Sophie Friedl gewann vor Stephanie Schlömmer und Elena Grabner den Slalom. Nach zwei Goldmedaillen im Riesenslalom und im Super-G beendete Jasmin Heim in ihrer Klasse den Slalom auf dem zweiten Platz. Neben ihr auf dem Stockerl reihte sich Julia Pleikner auf Rang drei ein. Die Kärntnerin freute sich somit über ihre ersten Pokal in Gams-Form bei den Open in Kitzbühel. Stephanie Kogler verpasste als Vierte knapp eine Medaille. Christian Öllinger lieferte in seiner Paradedisziplin eine starke Leistung ab. Mit zwei bärenstarken Läufen beendete der Oberösterreicher den Slalom auf Platz zwei – und das mit gerade einmal einer Sekunde Rückstand auf den Sieger. Pech hatte Slalom-Spezialistin Eva-Maria Dünser , die im ersten Durchgang im Schlussteil ausfiel. Ein letztes Mal begrüßten Michael Huber , Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs, und sein Team die Mannschaften zur feierlichen Siegerehrung. Noch nie fand diese Ehrung vor dem Alpenhaus am Horn statt. Gams für Gams wechselte vom Skiclub in die Hände der stolzen Preisträgerinnen und -träger. Es waren einmal mehr denkwürdige Momente, die den Sportlerinnen und Sportlern, allen Coaches und Begleitpersonen sowie dem Organisationsteam ein Leben lang in bester Erinnerung bleiben werden. So herzlich wie die Glückwünsche ausfielen, so herzlich waren auch die Verabschiedungen. Eines ist sicher: Es wird ein baldiges Wiedersehen geben!
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